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Anchor-Deckel

Deckel einer Anchor-Lampe mit Logo und typischen Korrosionsspuren (Aufnahme mit Flachbettscanner)

Unter der Bezeichnung Anchor oder auch Sea Anchor werden Starklichtlampen verschiedener Hersteller aus der Volksrepublik China, Republik China (Taiwan) sowie Indien nach dem Vorbild der Petromax zusammengefasst.

Derartige Lampen wurden und werden in Deutschland z.B. unter den Namen Egret, Gebrüder Mannesmann, Westfalia, aber weit häufiger auch als Anchor bzw Sea Anchor gehandelt. Hersteller sind nicht nach verwendeten Markennamen eindeutig zu identifizieren und auch Lampen gleichen Namens unterscheiden sich in Details.[1]

Erkennbar sind alle an den roten Kunststoffteilen (Handrad, Kipphebel, Pumpengriff), welche beim Vorbild Petromax alter oder neuer Bauart meist in schwarz oder blau, bei Geniol-Lampen manchmal in orange gehalten sind.

Unterschiede zur PetromaxBearbeiten

  • Hauptteile aus verchromtem Stahlblech anstelle von Messing (erkennbar durch Magnettest: Messing ist nicht magnetisch)
  • Teilweise abweichende Maße (Tankdeckel/Manometer, Pumpengewinde, Glaszylinder)
  • Bei Anchor wird kein hitzefestes Borosilikatglas verwendet.
    • Das Glas hat ein etwas anderes Maß. Petromax-Gläser passen in der Regel nicht.

QualitätBearbeiten

Über die Qualität der Anchor-Lampen wird kontrovers diskutiert. Generell kann aber eine neue Anchor-Lampe normalerweise problemlos in Betrieb genommen werden. Bei gebrauchten Lampen bestehen die gleichen Risiken wie bei alten Original-Petromax z.B. aus Bundeswehr-Beständen. Eventuell müssen Pumpenventil, Vergaserfußventil und andere Verschleißteile ausgetauscht werden, ehe die Lampe zuverlässig funktioniert.

Die Verwendung von Stahlblech als Material für alle Hauptteile bringt eine generell höhere Anfälligkeit für Korrosion (Rost), vor allem wenn die Lampe im Freien betrieben wird. Das ist aber meist nur ein Schönheitsfehler und bei entsprechendem Umgang dauert es viele Jahre, bis durch Rost (am Tank) eventuell die Funktion der Lampe beeinträchtigt wird. Andererseits leiden Stahltanks weit weniger

unter Materialermüdung durch Spannungsrisse.

GlaszylinderBearbeiten

Da die Anchor meist mit einfachen Glaszylindern ausgeliefert werden, besteht die Gefahr, dass dieses im Betrieb platzt oder reißt. Da dies eine Gefahrenquele darstellt, sollte darüber nachgedacht werden, einen hitzefesten Zylinder aus Borosilikatglas nachzurüsten oder die Lampe ohne Glas zu betreiben

Der Anbieter Anchorlampen.de verkauft seine Lampen mit neuen Zylindern aus Borosilikatglas, die dort gegen die tendenziell instabilen Originalzylinder ausgetauscht werden. Der Borosilikat-Zylinder ist auch als Ersatzteil erhältlich. Original Petromax-Gläser passen meist nicht.

Anchor-KocherBearbeiten

In Europa weniger bekannt, aber auch unter dem Namen Anchor für den asiatischen Markt (Wok-Halterung) erhältlich sind oder waren Kocher, die nach dem gleichen Prinzip wie die Starklichtlampen arbeiten und teilweise identische Bauteile (Pumpe, Rapidstarter, Füllschraub-Manometer aufweisen.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Anchorlampen.de: "Der Nachbau"
  2. Dutchstovecollectors.nl: Anchor

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