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HerstellerBearbeiten

Gefertigt wurde die BAT 158 von 1950 bis 1989 vom VEB Sturmlaternenwerk Beierfeld bzw. dessen Vorgängern (1952-1989) in der DDR (Sachsen). Dieser Betrieb gehörte zeitweise zu MONSATOR bzw. FORON.

Die offizielle Verkaufsbezeichnung der Laterne lautete 158/5 , wobei /5 für den 5-linigen Docht steht.

AbstammungBearbeiten

Die BAT 158 der ersten Baureihe ab Frühjahr 1950 ist konstruktiv ein direkter Klon der FH 275. Deren Produktion lief in Beierfeld nach Feb. 1949 gerade wieder an. Die Neubenennung der Lampe war Folge der aufgegebenen "Feuerhand" Markenrechte.

Aus diesem Übergangszeitraum exsistiert ein Modell[1] welches nur mit "MADE IN GERMANY" geprägt ist, und weder als FH 275 noch als BAT 158 gemarkt ist. Die offizielle Bezeichnung lautete "neutrales Modell". Es entstammt der Zeit als die neue Nier KG nach der Flucht Niers am Landgericht Stuttgart den Markennamen beanspruchte und am alten Standort noch kein neuer Markenname bestimmt war.

Das Markenlogo BAT war seit der Auflösung der HASAG 1945 vakant und wurde dann daraufhin verwendet.

Es exsistieren aus Sammlerkreisen fundierte Hinweise das es bereits vor 1937 von Fa. Stübgen (Erfurt) ein 158/159 Modell gab welches nach der HASAG Übernahme auch weiterentwickelt wurde.

Technische DatenBearbeiten

  • Höhe: ca. 22 cm, Breite: ca. 14 cm
  • Docht: 5''' / 12x0,6x170 mm
  • Tank: 0,2 Liter
  • Brenndauer ca. 14 Std.

Preise und VerpackungBearbeiten

Analog zur Feuerhand 276 wurde auch die BAT 158 und die BAT 159 in einer beschrifteten braunen Papiertüte ausgeliefert.

Die Camping- und Raumleuchte Batola (lackiert) bzw. Batela(Tombak - Metallbeschichtet) kostete EVP 14,20 Mark der DDR. Die Verpackung bestand oft aus einem passgenauen runden Pappeimer.
Raumleuchte batola Verpackung

Verpackung der Raumleuchte batola (alte Version)

Daneben wurde sie auch in einer entsprechend beschrifteten Papiertüte mit Tragehenkel verkauft und kostete EVP 13,10 Mark d. DDR.
Verpackung der Raumleuchte batola

Verpackung der Raumleuchte batola (neue Version)

EntwicklungBearbeiten

Über den Produltionszeitraum von 1950 - 1989 gab es einige Änderungen. Diese betrafen die Markung am Tank, das Dochtschlüsselrad, den inneren Kamin, das Fülldeckellogo, das Tankgewinde und den Glasheber.

Die tiefgreifendsten Änderungen fanden um 1955 statt, als der Kamin grundlegend überarbeitet wurde.

Leider exsistieren keine gesicherten Erkenntnisse über eine exakte Zuordnung der Merkmale zu den Produktionszeiträumen. Die chronologische Abfolge der geänderten Merkmale in nachfolgender Zeitschiene ist weitgehend gesichert - die tatsächlichen Jahreszahlen eher nicht.

Modellserien Bearbeiten

Folgende Zeitschiene ist nicht eindeutig belegt! Jahresangaben unverbindlich! Die jeweiligen Änderungen zur vorherigen Baureihe sind fett markiert und unterstrichen.

Zeit Kamin Heber DSR Tank Blaker Tankdeckel
(0) 1950-51 innerer Kamin ohne Löcher, äußerer mit vielen rechts vertikal MADE IN GERMANY Feuerhand

später

VEB VEB / mit 4 Laschen

klein, inne rund
(1) 1951-55 innerer Kamin ohne Löcher, äußerer mit vielen rechts vertikal MADE IN GERMANY BAT 158 [alte Fledermaus] ----------- / mit 4 Laschen klein, inne rund
(2) 1955 innerer Kamin mit Löchern, äußerer mit vielen rechts vertikal MADE IN GERMANY BAT 158 ---------- /

mit 4 Laschen

klein, inne rund
(3) 1955-65 innerer Kamin mit Löchern, äußerer mit wenigen rechts vertikal MADE IN GERMANY BAT 158 [neue Fledermaus] MADE IN GERMANY BAT / verpresst klein, inne rund
(4) 1966-70 innerer Kamin mit Löchern, äußerer mit wenigen links vertikal MADE IN GERMANY BAT 158 u.a. [neue Fledermaus] MADE IN GERMANY BAT / verpresst klein, inne rund
(5) 1970-78 innerer Kamin mit Löchern, äußerer mit wenigen links vertikal Made in GDR / BAT No 158 [neue Fledermaus] ----------- / verpresst groß, inne gerade
(7) 1978-89 innerer Kamin mit Löchern, äußerer mit wenigen links horizontal Made in GDR / BAT No 158 [neue Fledermaus] ----------- / verpresst groß, inne gerade

Sonderausstattung und SondermodelleBearbeiten

Die Laternen wurden in der Grundausstattung verzinnt.

LackiertBearbeiten

bekannt sind die Farben: rot, (orange)?, gelb, blau, grün, (türkis)?

galvanisch beschichtetBearbeiten

bekannt sind die Ausführungen "verkupfert" und "Tombak".

GläserBearbeiten

Gläser wurden für die BAT 158 und BAT 159 weitgehend synchron verwendet und sind auf der Hauptseite des Sturmlaternenwerks gelistet.

Vergleiche auch die Seite Laternengläser.

ExportmodelleBearbeiten

Bat-bee75-04

BAT BEE no. 75

  • Modell BEE No 75 für den englisch-sprachigen Raum (vor 1970, Glas von Cristal)
  • Das Modell "L'ABEILLE No 76" (die Biene) war das Exportmodell für den französischen / französisch-sprachigen Markt

Auftragsproduktion Bearbeiten

Um 1970 gab es Auftragsproduktion von Chalwyn , England. Die Laternen zeigen keinen Markenhinweis auf BAT und sind nur an den Produkt und Herstellungsdetails als Produkt des SLWB erkennbar.

Die geprägte Markung einer bekannten Version lautet auf " Chalwyn foreign / FLAG LAMP " Ein entsprechendes Modell tauchte unter anderem in Australien auf.

Ein Modell mit allen Produktionscharakteristika einer BAT158 findet sich in Italien, die Laterne ist mit " Made in Italy" gemarkt.

Ein Modell mit allen Produktionscharakteristika einer BAT158 findet sich in Griechenland, die Laterne ist gemarkt mit A. PITSOS Prometheus , Made in Greece No 158 .

CampinglaternenBearbeiten

Das Modell BAT 158 BATOLA[2] bzw. BATELA. Die Ausstattung umfasste einen Pappeimer zum Transport, einen schwarzen Reflektorschirm und eine Kette als Aufhängung. Das Modell war farbig lackiert (BATOLA) oder mit Tombak-Beschichtung (BATELA) erhältlich. Bauzeitraum von 1969 - 1990.

Tankdeckel Bearbeiten

Frühe Versionen tragen das alte Fledermauslogo bis Mitte 1955.

Die Version (1) trägt manchmal statt des Logos eine Qualitätsmarkung auf dem Deckel

Sondermodelle wurden manchmal ohne Logo auf dem Tankdeckel angeboten, zB bei der Batela.

Das Gewinde von Versionen 158 (4) und höher ( ohne Blakermarkierung ) ist geringfüging größer als bei frühen Versionen, in der Regel sind sie aber abwärtskompartibel, drehen jedoch etwas straff.

QualitätsmarkungBearbeiten

Die Qualitätsstufung erfolgte über anders gemarkte Tankdeckel.

  • Tankdeckel: "2. Wahl" (eingeführt Juni 1950 - abgeschafft 1970)
  • Tankdeckel: "S[im Dreiceck] 38/369/010" Entspricht "Exportqualität" (eingeführt Juni 1950 - außer Kraft ab Sept. 1960)
  • Tankdeckel: "1[im Dreieck] 14/2950 K2 Entspricht Güteklasse 1 für gute Qualität Produkte, die dem Durchschnitt des Weltmarktes entsprachen. (eingeführt Juni 1950)

Die Nummer nach dem Gütezeichen ist die Betriebs-Identifikationsnummer bei der Gütezeichenvergabe.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fotoarchiv S. Pöhlmann
  2. http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/DD636681/DE

WeblinksBearbeiten