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Feuerhand 175
Aufbau
Höhe 20,3 cm
Breite 12 cm
Tankfüllung 0,175 L
Glasheber rechts
Produktionsdaten
Hersteller Feuerhand
Produktionsbeginn 1933
Produktionsende unbekannt
Technik
Luftführung Frischluft
Dochtbreite 1,5 / 3'''
FH-175-unrest.jpg

Feuerhand 175 im unrestaurierten Zustand

Feuerhand 175-F-tarn-profil.jpg

Feuerhand 175 F mit Fahrradhalterung

Die Feuerhand 175 ist eine Frischluft-Sturmlaterne der Firma Nier-Feuerhand, die ab 1933[1] am Standort in Beierfeld gebaut wurde. Die Markteinführung erfolgte gemeinsam mit weiteren Laternen der BABY-Serie von 1932 bis 1935: 275, 276, 277 und 375. [2]Mit einem 3-linigen Docht ist die angegebene Leuchtzeit 14 Stunden.

Eine sehr ähnliche, etwas größere Laterne wurde von Dietz unter der Nummer 50 geführt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Fertigung des Modells 175 "Super Baby" in Hohenlockstedt 1952 wieder aufgenommen.[3] Heute wird diese Laterne nicht mehr hergestellt.

Es gibt diverse Nachbauten, zB aus japanischer Produktion.

VariantenBearbeiten

  • FH 175 Super Baby - Das Standardmodell wurde bis zum Krieg mit einem 3 linigen Brenner produziert, baugleich zu den anderen Modellen der Baureihe 225 und 235.
    Auch nach dem Krieg wurde das Modell wieder mit 3 linigem Brenner gefertigt.
  • FH 175 F - Fahrradlampe mit fest montierter, gefederter Fahrradhalterung (Schwebe) und Aluminiumreflektor gefertigt. Bei dieser Ausführung wurde auf den Glaschutz verzichtet.
    Die FH 175 F wurde 1934 eingeführt. Erste Verkaufsbezeichnung lautete Nr. 75F. Dies führte aber 1936 zu einem Konflikt mit der Nr. 75 Atom. Ab 1936 wurde sie offiziell unter der Bezeichnung FH 175 F geführt. Die Schwebe war nicht verlötet sondern wurde mit den Luftrohren verpresst. Die Schwebe als solches wurde von der Firma Riemann, Chemnitz hergestellt. Auf den Glasschutz wurde werksseitig verzichtet um das Glas reinigen und austauschen zu können. Da hinter der 175 F sich ja der Halter für das Fahrrad befand, konnte man es nicht mehr heraus klappen. [4]
    Es gab besondere Ausführungen mit Reflektor zur Fokussierung. Einige hatten im Reflektor einen roten Glaseinsatz und fungierten gleichzeitig als Front- und Rücklicht [5].
  • FH 175 K / W - Kumt oder Wagenlaterne, wobei die Bezeichung sich nur auf die Befestigungsart am jeweiligen Gefährt bezog. Die LAternen verfügen dafür über einen seitlichen Halter. Dieser kann sowohl mit dem Luftrohr verpresst, als auch zweiteilig und verschraubt sein.
  • FH 175 STURMFEST - dieses Modell besaß eine geänderte obere Kaminführung. Es exsistieren mindestens zwei Ausführungen. STURMFEST / BP ang. sowie STURMFEST.
    Dazugehörige Patente und Gebrauchsmuster [6][7] wurden 1956 und 1961 angemeldet. Nier verfolgte damit ähnliche Bestrebungen wie die MEWA Beierfeld mit der BAT 159 - verbesserte Sturmsicherheit bei geringerm Material und Herstellungsaufwand. Diese Ausführung wurde auch für die FH 176, die FH 276 und möglicherweise für die FH 275 produziert.[8]
  • FH 175 STK OELAB Die Sturmkappe entspricht dem Modell FH176, des weiteren gibt es gesonderte Markung am Tankdeckel, speziellen Brenner und Dochtbestückung. All dies sollte dafür sorgen das kein Brennstoff austreten kann. Das Modell trägt praktisch immer eine Prüfnummer des LIT (K163).
  • FH 175 STK - das Modell entspricht der FH 176 Ausführung mit mehrsprachig beschrifteter Sturmkappe. Bekannt ist darunter eine Variante mit Karlsruher Wellenlinie.
  • FH 175 Sp - die Sport Sturmlaterne, entsprach einer normalen FH175, war jedoch mit einer speziellen Federdichtung versehen die das auslaufen von Petroleum verhinderte. DRP und DRGM angemeldet
  • FH175 B - die Boots - Sturmlaterne mit seitlicher Befestigung und Federdichtung. DRGM 1321054

Weitere Halterungen waren zur Marschsicherung und als (Bordnetz-)unabhängiges Rücklicht für Kraftfahrzeuge,[2] Wagenhalterung, Bootshalterung und Kumthalterung erhältlich.

GläserBearbeiten

Neben normalen transparenten Gläsern sind bei Vorkriesmodellen durchgefärbte rote Gläser anzutreffen. Tiefblau durchgefärbte Gläser zur Verdunkelung (für den Luftschutz) wurden zu Kriegszeiten angeboten. In Nachkriegsmodellen finden sich auch rot emailierte oder lackierte Gläser.

oberer Außendurchmesser D= 4,9 cm

unterer Außendurchmesser D= 4,9 cm

Höhe H= 5,5 cm

Alternativen: FH 176, FROWO 50

Zeitbestimmung Bearbeiten

Zur Bestimmung des Baujahres steht eine Tabelle zur Verfügung.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Verkaufslisten der Firma Nier 1932-1943
  2. 2,0 2,1 http://www.bunk-online.de/~pages/AlleFEUERHANDPetroleumSturm.htm
  3. diverse Werbeblätter, Chronik der Firma Nier im Lockstedter Lager, Schrift zum 50-jährigen Jubiläum der Firma Nier.
  4. verschiedene Schreiben der Firma Nier zur Einführung der 175 F, alle Gebrauchsmusteranmeldungen
  5. Foto auf ebay gesehen
  6. http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&docid=DE000001887312U
  7. http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&docid=DE000001878015U
  8. Prospekte von Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre, Sturmlaternen Sammlung Wekenmann

WeblinksBearbeiten

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