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Der Geniol-Dieselkocher der deutschen Bundeswehr war der Nachfolger eines Benzinkochers der Firma Enders.

Hergestellt wurde er von der Fa. Franz Heinze aus Wuppertal.

Im Normalbetrieb sollte der Kocher mit Petroleum betrieben werden, nur im Notfall mit Diesel, und da auch nur unter Volllast, da sonst der Brennerkopf zu leicht verkokt.

Der Kocher besteht aus einem olivgrünen Stahlblechgehäuse, das aufgeklappt werden kann und dessen Deckel dann in 90° und 135° Grad Winkel feststellbar ist.

Der Tank ist mit einer Schraube mittig im Boden verschraubt, in seinem Zentrum sitzt der Brennerkopf mit 2,5 Kw Leistung.

Auf dem Tank sitzen weiterhin noch der Rapidstarter, die Pumpe, das Manometer und das Überdruckventil.

Zum Kocher gehören weiter ein Werkzeugset mit u.a. Düsenschlüssel und Schraubenschlüsseln, einige Ersatz- und Verschleissteile, sowie ein blauer Trichter.

Geregelt wird der Regulierbrenner über ein Handrad, das auf eine Welle aufgesteckt wird.

Der verchromte Topfträger über dem Brenner kann seitlich weggeklappt werden.

Gestartet wird der Kocher wie eine Petromax-Lampe: Es wird Druck aufgepumpt, der Rapidstarter angezündet und ca. 90 Sekunden vorgeheizt. dann wird das Handrad geöffnet und der Rapid geschlossen. Gegebenenfalls muss Druck nachgepumpt werden.

Natürlich kann der Kocher auch sanft ohne Rapid gestartet werden. Dazu gibt man einfach Spiritus in die Mulde unter dem Brenner, entzündet diesen und wartet so das Vorheizen ab.

Es fällt auf, dass der Kocher bekannte Elemente der Vergaserlampen von Geniol verwendet: Die Pumpe, das Manometer und Teile des Rapid sind mit den Lampenteilen identisch.

ReinigungsnadelBearbeiten

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Für den Kocher gibt es eine Reinigungsnadel, die laut Anleitung vorgesehen war.

Allerdings wurde die von der Bundeswehr wieder ausgebaut, mit der Handnadel die Düse reinigen war wohl für Soldaten einfacher zu verstehen, als das Handrad zu benutzen.

Jedenfalls passt in den Geniolbrenner die noch erhältliche Reinigungsnadel für den Regulierbrenner S825.

Diese wird nach dem Entfernen der Düse bei halb geöffnetem Handrad in den Brenner so eingebaut, dass die Zahnstange der Nadel im Transportmechanismus eingreift wenn das Handrad nun geschlossen wird.

Bei eingebauter Düse darf im Betrieb das Handrad nun nichtmehr dauerhaft bis zum Anschlag geöffnet werden, da sonst die Reinigungsnadel oben in der Düse ansteht.

Technische DatenBearbeiten

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  • Versogungsnummer der Bundeswehr: 7310-12-187-4098
  • Nennwärmeleistung: 2,5 Kw
  • Gewicht, leer: 4,8 kg
  • Tankinhalt: 1,4 l
  • Verbrauch: 0,22 l / Stunde
  • Maße: 280 x 280 x 155 cm

VersionenBearbeiten

Der Geniolkocher wurde über seine Bauzeit in sich leicht unterscheideneden Versionen gebaut. Heinze hat diesen Kocher zuletzt auch in einer grauen Zivilversion angeboten.


VerfügbarkeitBearbeiten

Der Geniolkocher wird teilweise noch in Bundeswehrdepots vorgehalten, aber nach und nach ausgesondert und über die VEBEG verkauft.

Die Preisentwicklung auf dem Gebrauchtmarkt geht deutlich nach oben.


WeblinksBearbeiten

Bauvarianten des Geniol-Kofferkochers

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