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Als Glimmer bezeichnet man eine Gruppe von Schichtsilicaten.

Muskovit-Pilsak.jpg

Tonerdeglimmer Muskovit

Lepidolith aus Brasilien.jpg

Lepidolith aus Brasilien

Charakteristisch für die Minerale der Glimmergruppe ist die perfekte Spaltbarkeit entlang ihrer Schichten. Sie haben eine geringe Härte. Ihre Farbe variiert von Weiß bis Braunschwarz und seltener Grün oder Rosa. Für viele technische Anwendungen der Glimmer ist deren sehr geringe elektrische Leitfähigkeit ausschlaggebend.

Glimmer gehören zu den häufigsten gesteinsbildenden Mineralen und sind wichtige Bestandteile vieler magmatischer (Granite, Diorite, Pegmatite, …) und metamorpher (Glimmerschiefer, Gneise) Gesteine.

Etymologie und Geschichte Bearbeiten

Glimmer.jpg

Glimmer

Glimmer wurden bereits 1546 von dem Mineralogen Georgius Agricola erwähnt. Wo Glimmer leicht und zu günstigen Preisen erhältlich, Glas dagegen zu teuer war, wurde das Mineral insbesondere in ländlichen Gegenden für Fensterscheiben verwendet. Im 20. Jahrhundert wurden Glimmer erstmalig durch Charles-Victor Mauguin mit Röntgenstrahlen untersucht.

Glimmern heißt schwach glühen oder glänzen. Aber von alters her meinte man mit dem Namen einen Blender, der nicht hält, was er verspricht. Daher werden auch manche Glimmerarten abwertend als Katzensilber oder Katzengold bezeichnet. Im Englischen heißt das Mineral mica, von lat. mica, Krümelchen (häufiges Vorkommen in kleinen Blättchen) bzw. micare ‚funkeln‘.

Vorkommen Bearbeiten

Glimmer sind häufige Bestandteile von magmatischen, metamorphen und Sedimentgesteinen. Die Varietät Muskovit findet sich beispielsweise besonders oft in quarzreichen Graniten oder Pegmatiten, daneben auch in metamorphen Gesteinen wie zum Beispiel Phyllit. Als sehr verwitterungsbeständige Varietät tritt sie auch in Sedimentgesteinen wie zum Beispiel Sandstein auf. Biotit verwittert wesentlich leichter und findet sich daher eher in Granit oder Diorit.

Verwendung Bearbeiten

Mikanit.jpg

Mikanit bzw. Kunstglimmer (oben und rechts) und Glimmerscheiben (links) zur isolierten Montage von Transistoren

Aufgrund der leichten Spaltbarkeit entlang der Schichtebenen lassen sich Glimmer in dünne transparente Scheiben aufspalten, die aufgrund des hohen Schmelzpunktes des Minerals in industriellen Schmelzöfen als Glasersatz für Inspektionsfenster verwendet werden.

Vor Verbreitung des feuerfesten Glases fand es unter anderem Anwendung als Sichtfenster in Zimmeröfen oder als Schutzglas von Laternen.

In älteren Starklichtlampen und Öfen findet man gelegentlich auch heute noch Glimmerscheiben. Wenn diese beschädigt sind und ersetzt werden müssen, sind Ersatzscheiben z.B. bei Stuga-Cabaña erhältlich.

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

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