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Heizöl

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Heizöl“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 12.9.2010 (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Heizöl EL differenziert zwischen zwei Heizöl EL-Sorten: Heizöl EL (abgekürzt: HEL) und Heizöl EL schwefelarm. Die Bezeichnung "EL" steht für "extra leicht(flüssig)" Markenhersteller unterscheiden noch nach Art der Additivierung, so dass zurzeit folgende Qualitäten angeboten werden:

  1. HEL Standard (max.1000mg Schwefel pro kg) mit „Raffinerieadditivierung“ (Additive zur Verbesserung der Filtrierbarkeitsgrenze, s.u.)
  2. HEL Standard (max.1000mg Schwefel pro kg) mit spezieller Additivierung (Stabilisatoren, Metalldeaktivatoren, Gerchsüberdecker, Verbrennungsverbesserer). Dies wird auch "Premium"-Heizöl EL genannt.
  3. HEL schwefelarm (max.50mg Schwefel pro kg) mit einem ähnlichen Additivpaket wie "Premium"-HEL, zusätzlich jedoch mit Schmierfähigkeitsverbesserer, aber ohne Verbrennungsverbesserer (s.u.). Dieses Heizöl ist speziell für den Einsatz in Brennwertkesseln geeignet, da die Kondensatneutralisierung entfallen kann.

Herstellung Bearbeiten

HEL ist eine Mischung aus Kerosin, verschiedenen Gasölfraktionen sowie diversen Additiven (im mg pro kg Bereich). Kerosin und Gasöl werden großteils durch Fraktionierung von Erdöl als Mitteldestillatfraktionen gewonnen und für die HEL-Herstellung teilweise entschwefelt. HEL hat – im Gegensatz zu Diesel – keine saisonabhängigen Spezifikationen, erfordert also keine saisonabhängigen Blends.

AdditiveBearbeiten

Additive werden definiert als Zusatzstoffe, die Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen zugesetzt werden, um erwünschte Eigenschaften zu erreichen und zu verbessern. Die Filtrierbarkeitsgrenze kann bei allen HEL-Sorten durch entsprechende Additive reduziert werden.

Antioxidantien, Metalldeaktivatoren, Detergentien und Dispergatoren verhindern die Bildung und „Ausflockung“ von Alterungsprodukten, bzw erhöhen die thermische Stabilität des HEL. Ein sogenannter Verbrennungsverbesserer reduziert die Koksbildung und die Partikelemission. Solche Additive werden dem „Premium“-HEL zugesetzt.

Durch die Schmiereigenschaft verbessernde Zusätze (Lubricity-Additive) muss die Schmierfähigkeit des schwefelarmen HEL garantiert werden (s.u.). Allerdings sind aus technischen Gründen aschebildende Additive wie z.B. das Ferrocen unzulässig.

Eigenschaften Bearbeiten

Die Hauptbestandteile des HEL sind vorwiegend Alkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich zwischen 150 °C und 390 °C.

Heizöl und Diesel Bearbeiten

Technisch gesehen ist HEL als Kraftstoff in (älteren) Dieselmotoren verwendbar. Bis 1994 waren beide Produkte nahezu identisch, so dass damals Dieselmotoren problemlos in der Lage waren, HEL zu verbrennen.

Seit 1995 sind die Qualitätsunterschiede zwischen Diesel und HEL immer größer geworden. Beispielsweise enthält HEL bis zu 1000 mg/kg Schwefel, während Diesel in Deutschland und Österreich flächendeckend mit 10 mg/kg Schwefelanteil zur Verfügung steht. Noch schwerer wiegen die fehlenden Spezifikationen, welche beim Diesel die Anteile schwerer Komponenten begrenzt (Diesel-Dichte, T95). Der relativ hohe Anteil schwerer Komponenten beim HEL kann eine verstärkte Rußbildung bewirken.

Preise Bearbeiten

Die Preise für HEL orientieren sich am Rotterdamer Markt (Handelsbezeichnung: IGO=Industrial Gasoil). Es wird in US-Dollar je 1.000 kg (US-$/t) gehandelt. Verschiedene Publikationsorgane berichten (zum Teil täglich) über aktuelle Handelspreise und Volumina[1][2][3].

Heizöl Schwefelarm Bearbeiten

Ab dem 1. Januar 2009 wird flächendeckend das Heizöl Extraleicht (EL) schwefelarm als neuer Standard in Deutschland eingeführt. Mit Hilfe einer Steueränderung wird das Heizöl EL Standard nun höher besteuert als das Heizöl EL schwefelarm.

Vorteile Bearbeiten

Das Heizöl schwefelarm bietet, gegenüber dem Heizöl Standard, einige Vorteile:

  • eine saubere Verbrennung
  • weniger Schadstoff-Emission bei der Verbrennung
  • nur noch 50 mg/kg Schwefelanteil gegenüber dem Heizöl Standard mit bis zu 1000 mg/ kg Schwefelanteil

Folgen Bearbeiten

Die saubere Verbrennung des schwefelarmen Heizöls hat zur Folge, dass sich kaum noch Verbrennungsrückstände ablagern. Die wesentlich geringere Schadstoff-Emission bei der Verbrennung schwefelarmen Heizöls ist ein wichtiger Fortschritt im Umweltschutz und auch beim Betrieb von Starklichtlampen in Innenräumen mit Heizöl von Bedeutung.

Bei Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe entsteht das giftige Gas Schwefeldioxid, das unter anderem Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen kann, deswegen sollte der Schwefelanteil möglichst gering sein. Dieselkraftstoff ist schwefelfrei.

Heizöl schwefelarm ist bundesweit verfügbar.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Platts Publikationen"
  2. "ICIS Publikationen"
  3. "OMR Publikationen"

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