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Als Nadeln bezeichnet man eine Reinigung der Düse im Betrieb von Vergasergeräten wie Starklichtlampen und Benzin- bzw. Petroleumkochern mit Hilfe einer Düsennadel.

NotwendigkeitBearbeiten

Es kann passieren, dass während des Betriebs kleine Partikel aus verunreinigtem oder teilweise verkoktem Brennstoff im Vergaser aufsteigen und die Düse als engsten Punkt des Vergasersystems teilweise verstopfen. Dies äußert sich durch ein zuckendes, schwächer werdendes Leuchten bzw. Brennen, obwohl der Druck noch hoch genug ist.

VorgangBearbeiten

Der Vorgang des Nadelns kann sich je nach Bauart des Gerätes unterscheiden. Bei vielen Geräten wie z.B. der Petromax ist das Nadelgestänge an die Steuerung des Vergaserfußventils gekoppelt; andere haben eine separates Nadelgestänge. Bei Outdoorkochern findet man zum Teil Düsennadeln, die durch Schütteln des Gerätes (beispielweise während des Transports im Rucksack) die Düse reinigen.

PetromaxBearbeiten

Während die Lampe brennt, wird das Handrad 1-3 Mal schnell um 180° oder um 360° gedreht (Nase unten-Nase oben und zurück bzw. weiter). Dabei wird kurzzeitig die Brennstoffzufuhr unterbrochen und die Düsennadel zur Reinigung in die Düse geschoben. Beim Zurück- oder Weiterdrehen wird die Nadel wieder eingezogen und die Brennstoffzufuhr freigegeben.

In der Regel entzündet sich das Gemisch sofort wieder am Brenner, da dort die Zündtemperatur so schnell nicht unterschritten wird.

Nach dem Nadeln muss darauf geachtet werden, dass die Nase des Handrades wieder nach unten[1] zeigt, damit die Nadel wieder ganz aus der Düse entfernt ist. Passiert dies nicht, kann das zwar zu einem manchmal gewünschten "Dimmer"-Effekt führen, es besteht aber die Gefahr, dass die Nadel durch die große Hitze und weitere Partikel in der Düse "festbackt", so dass danach beide Teile ausgetauscht werden müssen.

TilleyBearbeiten

Der Vorgang ähnelt dem bei der Petromax. Das hat hier aber Endanschläge, man kann es nicht komplett durchdrehen.

AlternativeBearbeiten

Alternativ kann bei Lampen mit fehlender Düsennadel (z.B. Hängelampe Petromax 834) auch von Hand genadelt werden. Dazu muss die Lampe aus sein und bei manchen Modellen Teile demontiert sein.

Mit einer Handreinigungsnadel wird nun die verstopfte Düse freigestochen.



Wenn das Nadeln nicht hilft, war meist nicht nur die Düse verstopft, sondern es liegt ein anderer Fehler vor, vielleicht ein komplett verschmutzter oder verkokter Vergaser. Dann hilft nur das Zerlegen und die Reinigung des Vergasers, da das Nadeln den Dreck nur noch hin- und herschiebt und neue Partikel in die Düse befördert.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Bei Lampen der Schweizer Armee genau umgekehrt: Nach oben

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