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Fomin samovar

Samowar, 19. Jahrhundert

Ein Samowar (russ. само samo – „selbst“, вар war – „kocht“; wörtlich „Selbstkocher“) ist eine ursprünglich russische Teemaschine, die aus einem mit Holzkohle, Petroleum oder auch elektrisch beheizten (kupfernen) Kessel besteht und einen Ablasshahn besitzt.

Geschichte und Verbreitung Bearbeiten

Erste schriftliche Erwähnungen des Samowars finden sich in den 1730er Jahren.[1]

Der klassische russische Samowar wird vorwiegend in der Stadt Tula hergestellt. Auch in der Türkei, in Iran und in Zentralasien ist diese Art des Teekochens verbreitet.

FeuerungBearbeiten

Generell ist ein Samowar kein leistungsstarker und schneller Wasserkocher, sondern eher auf Dauerbetrieb mit geringer Leistung ausgelegt.

Die Beheizung geschieht durch glühende Holzkohle, die ähnlich einem Kelly Kettle oder Badeofen durch ein zentral im Wasserkessel befindliches Rauchrohr das Wasser erhitzt oder durch einen kleinen Runddochtbrenner für Spiritus oder Petroleum.

Die meisten heute erhältlichen Samoware sind mit einer elektrischen Heizplatte ausgestattet.

Teezubereitung Bearbeiten

Der Samowar selbst ist ein sehr großer, oft kunstvoll verzierter Wasserkocher. Der eigentliche Tee (meist Schwarztee) wird in einer separaten kleinen Kanne mit einer großen Menge an Teeblättern und wenig Wasser als Konzentrat hergestellt. Den trinkbaren Tee erhält man, indem man eine kleine Menge Teekonzentrat mit dem kochenden Wasser aus dem Samowar verdünnt. Das heiße Teeglas kann dabei im Podstakannik gefahrlos in der Hand gehalten oder in fahrenden Zügen auf den Tisch gestellt werden.

Redensart Bearbeiten

Wenn man etwas Überflüssiges tut, trägt man in Russland keine Eulen nach Athen, sondern fährt mit dem eigenen Samowar nach Tula.

Bilder Bearbeiten

  • Historische Samoware auf sowjetischen Briefmarken (1989)

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Norbert P. Franz (Hrsg.): Lexikon der russischen Kultur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2002. S. 390.

Weblinks Bearbeiten

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