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Das hier beschriebene Projekt hat zum Ziel, eine ausrangierte 11kg-Flüssiggasflasche in einen kleinen Ofen zu verwandeln, um damit im Winter draußen die fröstelnden Damen zu wärmen. Zur Inspiration diente unter anderem dieser Artikel im Survival & Preparedness Wiki.

Hier soll allerdings die Gestalt und Anmutung der Gasflasche möglichst erhalten werden und eine geschlossene Feuerstelle ähnlich einem Kanonenofen entstehen.

Möglicherweise wird am Ende noch der Deckel abgeschnitten um eine Kochstelle zu ergänzen, aber zunächst gehts nur um's Wärmen.

MaterialBearbeiten

  • Eine alte 11kg-Flüssiggasflasche
  • 1-2 Scharniere (je nach Größe)
  • Schloss-Schrauben und passende Muttern
  • Ofenrohr 100 mm
    • 1x Gerade, ca 1 Meter lang
    • 1x Knie, 90°

WerkzeugBearbeiten

  • Bohrmaschine
  • Rohrzange
  • Metall-Sägebogen
  • Winkelschleifer
  • Schraubenschlüssel
  • Blechschere (nicht unbedingt erforderlich)

AblaufBearbeiten

Vorbereitung der GasflascheBearbeiten

Diese Anleitung gefährdet unter Umständen die Betriebssicherheit des Gerätes oder deine Gesundheit.

Bitte beachte unbedingt den Sicherheitshinweis!

Ganz wichtig: Bevor an der Gasflasche herumgeflext wird, muss diese ganz sicher entlüftet sein. Selbst in einer Flasche, die schon jahrelang leer herumsteht, kann sich noch ein kleiner Rest des brennbaren Gases befinden. Wird eine solche Gasflasche mit einem elektrischen Werkzeug bearbeitet, kann die Flasche explodieren und den Bearbeiter schwer verletzen, töten und Schäden am Gebäude verursachen.

Die vollständig entleerte Gasflasche sollte einige Stunden (zum Beispiel über Nacht) mit offenem Ventil im Freien aufgestellt werden. Dazu wird sie auf den Kopf gestellt, damit das Gas, welches dichter als Luft ist, nach unten entweichen kann.

Das Ventil ist mit einem Linksgewinde in der Gasflasche verschraubt und kann mit einer Rohrzange und viel Kraft herausgedreht werden. Auch hier sollte im Freien gearbeitet werden und auf keinen Fall im Keller. Wenn das Ventil draußen ist, wird die Flasche einmal komplett mit Wasser gefüllt, um ganz sicher alle Gasreste zu verdrängen.

Feuerung und FeuertüreBearbeiten

Die Feuertüre wird am unteren Ende aus der Flasche geschnitten. Im Vorgestellten Projekt wurde ein Maß von 24x12 cm gewählt, um den eingeschweißten Spannring der Flasche nicht zu beschädigen. Zum Anzeichnen habe ich ein passend ausgeschnittenes Blatt Papier auf die Flasche geklebt und rundrum angezeichnet. Etwas schief ist es trotzdem geworden.

Als nächtes wird das Scharnier aufgelegt und die Löcher gebohrt. So lange die Feuertüre noch nicht ausgeschnitten ist, geht das einfacher.

Zum Schneiden der senkrechten Kanten, kommt der Winkelschleifer mit Dünntrennscheiben zum Einsatz, damit der Schnitt schmal bleibt und möglichst wenig Material verzundert. Die waagrechten Kanten können mit dem Handsägebogen geschnitten werden, der hier wegen der Rundung eintauchen kann. Wem das zu mühsam ist, der kann auch hier den Winkelschleifer nehmen. Wenn der Ausschnitt fertig ist, die Kanten abschmirgeln oder -feilen, damit man sich später nicht schneidet.

Nun kann das Scharnier angeschraubt werden und die Tür ist im Groben fertig. Sie braucht noch einen Endanschlag, damit sie sich nicht nach innen öffnet und einen Handgriff. Das kann zum Beispiel ein einfacher Winkel sein, wie hier im Bild zu sehen.

Türanschlag und -dichtungBearbeiten

Damit die Ofentüre nicht nach innen durchschlägt, braucht es einige Blechstreifen, die von allen Seiten am Rand der Tür von innen angeschraubt werden und ca einen Zentimeter in die Öffnung hineinragen. Sie dienen gleichzeitig zur Abdichtung, damit der Ofen über den Türspalt nicht zu viel "Nebenluft" zieht. Die Blechstreifen sollten wegen der Wärmeausdehnung auf einer Seite mit einem Langloch montiert werden, damit sie nicht beim Einheizen verbiegen. Beim hier beschriebenen Ofen wurde das nicht bedacht, stellt aber nur einen Schönheitsfehler dar.

Soll der Türspalt vollständig abgedichtet werden, muss noch rundum Ofendichtschnur mit Thermokleber auf den Blechen oder auf der Innenseite der Tür angebracht werden.

So lange der Ofen nicht in geschlossenen Räumen oder im Zelt zum Einsatz kommen soll, ist das verzichtbar, Bei schlechtem Zug giftige Rauchgase durch den Türspalt nach außen dringen, was aber unter freiem Himmel unbedenklich ist. Deswegen habeich die Dichtung bei diesem Ofen weggelassen.

Ofenrohr-AnschlussBearbeiten

Auf der Rückseite wird oben, knapp unter dem Beginn der Rundung zum "Deckel", ein Kreis von 100 mm Durchmesser angezeichnet. Auf der runden Mantelfläche ist das nicht ganz trivial. Als Schablone eignet sich zum Beispiel eine der großen 800ml-Konservendosen. Im Zweifel lieber etwas kleiner Schneiden, dann kann man beim Einpassen noch korrigiert werden. Da diesmal der Innenteil des Kreises weggeworfen wird, kann man mit gröberen Methoden geschnitten werden, als bei der Ofentür. Ich habe mit der Flex zuerst ein Quadrat innerhalb des Kreises ausgeschnitten und mich dann an die Kreisform herangeschnitten.

Das Ofenrohr-Knie wird mit der Blechschere etwas eingeschnitten und dann der Durchmesser ein wenig kleiner gebogen. So kann es einfach in das Loch eingeklemmt werden und die Federwirkung des Bleches hält das Rohr fixiert. Dann kann das Ofenrohr eingesteckt werden.

Anmerkung: Aus Sicherheitsgründen sollte das Ofenrohr eigentlich sicher verschraubt werden. In diesem Fall wurde der Ofen aber an eine feste Wand angelehnt und das Rohr dort fixiert, deswegen ist das hier unterblieben. Soll der Ofen frei stehen, ist eine sichere Verschraubung des Knies am Ofen unverzichtbar. Weiterhin wird auch hier eine Abdichtung der Schlitze nötig, wenn der Ofen in einem Zelt oder geschlossenen Raum aufgestellt werden soll.

Erstes einheizenBearbeiten

Jetzt kann's losgehen! Allerdings nur draußen und nicht im Zelt oder Wintergarten. Zunder und Kleinholz in den Ofen und anzünden. Am Anfang die Luftzufuhr/Ofentür etwas offen lassen, bis das Feuer stabil brennt. Wenn der Ofen besonders gut zieht kann es passieren, dass die erste Flamme ausgeblasen wird. Her muss man mit der Regulierung etwas experimentieren.

Der hier vorgestellte Ofen zieht nach dem ersten anheizen richtig gut, wenn die Tür etwas weiter offen ist, kann man das Fauchen aus dem Brennraum hören.

Wenn der Ofen nun richtig heiß wird, brennt die Lackierung der Gasflasche stinkend ab und kann jetzt leicht mit Drahtbürste oder ähnlichen Hilfsmitteln entfernt werden.

LackierenBearbeiten

Steht der Ofen ständig draußen, sollte er danach mit hitzebeständigem Ofenlack bzw Motor- oder Bremsenlack konserviert werden, da der Stahl von Gasflaschen ziemlich korrosionsanfällig ist.

Mögliche ErgänzungenBearbeiten

So wie hier beschrieben funktioniert der Ofen bereits, kann aber noch verbessert oder erweitert werden. Einige Verbesserungen stehen oben schon im Text, das eine oder andere wird vielleicht am hier vorgestellten Ofen noch realisiert

LuftzufuhrBearbeiten

Terrassenofen-luftregulierung

Vorschlag für eine Regulierung der Luftzufuhr

Eigentlich war noch eine regulierbare Luftzufuhr wie bei einem richtigen Ofen eingeplant, aber weil am Ende etwas Hektik aufkam wurde (auch) diese zunächst weggelassen und der Ofen wird über die Öffnung der Tür reguliert. Die bleibt einfach einen Spalt weit offen. Denkbar wäre eine Regulierung ähnlich der an einfachen Grills des Smoker-Typs.

WendezugBearbeiten

Terrassenofen-wendezug

Prinzipskizze Wendezug. der gelbrote Pfeil zeigt den Weg der erkaltenden Rauchgase

Ein querliegendes Blech zwischen Feuerung und Ofenrohr, das zur besseren Wärmeausnutzung die Rauchgase im Ofen umlenkt, so dass sie nicht den direkten Weg zum Ausgang Ofenrohr nehmen. Der Querschnitt des Durchlasses sollte (hab ich irgendwo gelesen) etwa doppelt so groß sein wie der des Ofenrohrs

KochstelleBearbeiten

Dazu den "Deckel" vorsichtig kreisrund ausschneiden und wenn nötig von innen mit einem Anschlag ähnlich dem der Ofentüre versehen. Die beste Wärmeausnutzung erhält man, wenn der Topf oder die Pfanne direkt auf das Loch gestellt wird und dieses mit dem Topfboden dicht abschließt. Hier ist präzises Arbeiten gefragt, damit nichts kippelt. Für größere Töpfe müssen eventuell die Griffe "geopfert" werden.

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