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Vergaseroberteil-Wendel

Vergaseroberteil mit Wendel

Das Vergaseroberteil ist der Bereich des Vergasers in Petromax- und vergleichbaren Starklichtlampen, in dem der Brennstoff (Petroleum, Benzin oder auch Diesel) beim Vorwärmen und danach durch die Betriebstemperatur der Lampe verdampft wird. Die Nummer im Ersatzteilkatalog lautet #152. Es handelt sich im wesentlichen um ein Messing-Rohr mit am oberen Ende angelöteter Vergaserwendel aus Neusilber (Wp). Am oberen Ende befindet sich ein Gewinde für die Düse, am unteren Ende eine Überwurfmutter zur Verbindung mit dem Vergaserunterteil. Für die unterschiedlich großen Lampen verschiedener Leuchtstärken (150, 250 bzw 350/500 HK) sind Vergaseroberteile in verschiedenen Längen erhältlich.

Gewinde:

Düsengewinde Metrisches ISO Gewinde DIN 13 - M7x1.
Düsengewinde an älteren Vergasern auch Metrisches ISO Feingewinde DIN 13 - M7x0,75.
Verschraubung Metrisches ISO Feingewinde DIN 13 - M12x1.

VariantenBearbeiten

Bei der Produktion von Petromax- oder Geniol-Starklichtlampen für den militärischen Bedarf (Schweiz, BRD) wurden Benzin- bzw Universalvergaser genannte Oberteile ohne Wendel verbaut, da Lampen zur Verwendung von Benzin als Brennstoff gefordert waren.

Da bei der Bundeswehr später aus Sicherheitsgründen der Einsatz von Benzin als Lampenbrennstoff verboten wurde, wurden danach gelieferte Lampen wieder mit Wendelvergaser ausgestattet. Die Lampen im Bestand wurden weiter mit dem Universalvergaser betrieben.

Vergaseroberteile ohne Wendel sind heute als Ersatzteil nicht mehr erhältlich, können jedoch selbst hergestellt werden:

Hierzu sägt man die Wendel von einem normalen Vergaser ab und lötet die Löcher mit Hartlot zu. Mit einem Metallbohrer entfernt man die Verengung, die zuvor dafür sorgte, dass der Brennstoff durch die Wendel fließt, sowie eventuell überschüssiges Lot. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Düsengewinde nicht beschädigt wird und dass keine Metallspäne im Vergaser verbleiben, diese könnten die Düse verstopfen. 

Mit entsprechenden Werkzeugen könnte man einen Vergaser natürlich auch selbst drehen, darauf soll aber an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.

Natürlich muss man sich vor der Inbetriebnahme vergewissern, dass alles dicht ist. Auch die allgemeinen Sicherheitshinweise für den Benzinbetrieb sollten beachtet werden, denn Benzin ist deutlich entzündlicher als Petroleum.  

BrennstoffeBearbeiten

Petroleum kann in Lampen mit beiden Vergasertypen als Brennstoff eingesetzt werden. Bei Verwendung des Universalvergasers ist lediglich eine längere Vorheizzeit nötig.

In verschiedenen Bedienungsanleitungen wird vor der Verwendung von Benzin in einer Lampe mit Wendelvergaser gewarnt. Viele Sammler und Benzinverleuchter haben allerdings keine schlechten Erfahrungen mit dieser Kombination gemacht.

Diesel kann nur mit einem Wendelvergaser vernünftig verleuchtet werden, da ohne Vergaserwendel die nötige Betriebstemperatur zur Vergasung dieses Brennstoffes nur knapp oder gar nicht erreicht wird. Die Lampe brennt dann orangerot und unter Verrußen des Glühstrumpfs und Rauchentwicklung.

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